Im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Gérard Walther steht der Mensch. Mal vereinzelt, mal in Gruppen: Köpfe, Körper Kollektive. Seit über sechs Jahrzehnten setzt sich der 83-jährige Künstler mit der menschlichen Existenz im Spannungsfeld von Geschichte, Erinnerung und Gegenwart auseinander. Energiegeladene Figuren durchziehen seine Werke und reflektieren kulturelle Prägungen ebenso wie philosophische und existenzialistische Fragestellungen.
Walthers Malerei ist als ein Seismograph seiner Zeit zu begreifen. Seine expressive Malweise ist geprägt von dynamischen Linien und einer nuancierten Farbgebung. Dabei oszillieren seine Arbeiten zwischen Abstraktion und Figuration.
Einige Werke weisen eine collageartige Struktur auf, die den Bildern zusätzliche Bedeutungsebenen verleiht. Eingearbeitete Stoffe verweisen auf Walthers prägende Lebensjahre in Nordafrika und Algerien, während Zeitungsausschnitte, Papierelemente und grafische Fragmente Zeugnis seiner langjährigen Tätigkeit als Grafiker sind und zugleich den Bezug zur Gegenwart sichtbar machen. So entsteht ein Dialog zwischen Mensch und Zeit: Der Mensch wird von seiner Epoche geprägt und prägt sie zugleich. Diese Wechselwirkungen spiegeln sich auch in Walthers Pinselstrich wider, der die Grenzen zwischen Figur und Raum zunehmend auflöst.
Gérard Walther, geboren 1943 in Carcassonne, Frankreich, zählt zu den prägenden Vertretern der Nachkriegskunst. Seine künstlerische Entwicklung ist von vielfältigen persönlichen und kulturellen Erfahrungen bestimmt, insbesondere durch seine Zeit in Marokko und Algerien sowie durch seine Ausbildung an der École Nationale des Beaux-Arts in Dijon und an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg. Nach erfolgreichen Jahren als Grafiker in Hamburg widmete er sich vollständig seiner Arbeit als freier Künstler und Dozent.
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